Das Bewerbungsschreiben

11 Tips für das Bewerbungsschreiben:

Das Bewerbungsschreiben wird am besten, wenn ihr versucht, euch in die Lage des Personalverantwortlichen in einem Unternehmen zu versetzen und euer Schreiben aus dieser Sicht zu beurteilen.

Immer weißes, unliniertes Papier. Auch wenn das Bewerbungsschreiben ein „Blickfang“ sein soll, empfiehlt es sich nicht, durch buntes Briefpapier oder nette Zeichnungen aufzufallen. Bitte auch auf die Druckerqualität achten.

Prinzipiell ist die Form eines Bewebungsschreiben mit der jedes anderen offiziellen Schreiben ident. Unbedingt notwendig ist die Angabe eurer Adresse (inkl. Telefonnummer und eventuell Email), der vollständigen Anschrift der Firma (Erkundigt euch nach einem Ansprechpartner und schreibt diesen direkt an.) und des Datums und des Ortes des Anschreibens. Notwendig ist es auch, am Ende des Schreibens unter dem Begriff „Anlagen“ alles zu nennen, was außer dem Bewerbungsschreiben noch Inhalt der Bewerbungsmappe ist.

In der „Betreff“-Zeile sollte nur kurz euer Anliegen vorgebracht werden (z.B. „Bewerbung als …“), der Begriff „Betreff“ selbst sollte weggelassen werden, da er inzwischen als altmodisch gilt. Achtet auch auf eine korrekte Anrede; sprecht am besten einen Ansprechpartner direkt an („Sehr geehrter Herr Dr. …,“) oder schreibt einfach: „Sehr geehrte Damen und Herren,“.

Achtung: Nach dem Komma klein weiterschreiben. Dann sollte am besten ein Satz folgen, der den Anlaß der Bewerbung klarmacht: z.B. „Auf Ihre Annonce in der xx-Zeitung…“.

Prinzipiell sollten die Informationen der gesamten Bewerbungsmappe kurz zusammengefaßt werden und so einen ersten Überblick ermöglichen. Erwähnt eure bisherigen Tätigkeiten (Ferialjobs, Praktika, ehrenamtliche Tätigkeiten etc.), eure besonderen Fähigkeiten und Eigenschaften (Teamfähigkeit etc.) und eure Kenntnisse (Sprachen etc.). Versucht, das zu betonen, was gerade für diese Anstellung relevant sein sollte.

Im deutschsprachigen Raum ist es üblich, der schriftlichen Bewerbung auch ein Photo des Bewerbers beizulegen. Oft entscheidet dieses Photo über Sympathie oder Antipathie. Hier ein paar Tipps:

Verwendet kein Urlaubs-, sondern ein Passphoto. Wenn´s die Finanzen zulassen, solltet Ihr das Photo in einem Photostudio machen lassen.

Achtet auch auf Euer Styling: T-Shirt, fette bzw. unfrisierte Haare, Piercing etc. sind in diesem Fall nicht wirklich vorteilhaft und haben auf dem Bewerbungsphoto nichts zu suchen.

Das Photo sollte aktuell sein und nicht aus Eurer frühesten Jugend stammen.

Schreibt Euren Namen hinten auf das Photo, damit es der Bewerbung zuzuordnen ist.

Das Photo einzuscannen und mit dem Schreiben auszudrucken, ist Geschmackssache, spart aber jedenfalls Kosten.

Das Schwierigste an einem Bewerbungsschreiben (wie auch bei einem Vorstellungsgespräch) ist es, sich selbst in ein gutes Licht zu rücken, dabei aber nicht zu übertreiben. Man sollte durchaus selbstbewußt schreiben, dabei aber nicht arrogant wirken. Diese Gratwanderung bewältigt man, indem man seine eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse hervorhebt, aber vorsichtig in der Wortwahl ist (keine ständigen Wiederholungen von „Ich kann…“, „Ich bin…“ und keine überschwänglichen Adjektive).
Außerdem sollte man keine Versprechungen machen, die man in der Realität nicht halten kann (z.B. „perfekte Englischkenntnisse“, obwohl das Schulenglisch auch wieder einer Auffrischung bedürfte).

In einem Bewerbungsschreiben sollte auch erwähnt werden, warum man sich genau um diesen Job bewirbt. Es kann auch sinnvoll sein, wenn man schreibt, warum man sich für diese Stelle für besonders geeignet hält. Dafür ist es allerdings notwendig, gewisse Informationen über das Unternehmen gesammelt zu haben (etwa im Internet).
Es macht beim Personalverantwortlichen immer einen guten Eindruck, wenn er merkt, dass man sich für das Unternehmen interessiert hat.

Man sollte auf jeden Fall angeben können, wann man die Stelle antreten kann. Bei Studentenjobs ist es eher unüblich, Gehaltsvorstellungen anzugeben – wenn man schon länger im Berufsleben steht, sollte man aber durchaus finanzielle Erwartungen nennen.

Am besten eine DinA4-Seite. Solltet ihr aber mehr zu sagen haben, dann teilt den Inhalt so auf, dass auf der zweiten Seite nicht nur ein Satz steht.

Referenzen anzugeben, bedeutet, Namen von Personen (Name, Telefonnummer und Beruf der Referenzperson) zu nennen, die bereit sind, Auskunft über euch zu geben. Fragt die betreffenden Personen aber immer vorher, sonst kann es zu bösen Überraschungen kommen.
Es wirkt natürlich ziemlich peinlich, wenn man die eigene Mutter als Referenz angibt, ein Universitätsprofessor dagegen macht sich gut. Referenzen sind aber nicht unbedingt notwendig; man sollte sie nur angeben, wenn es sich um Personen handelt, die den potentiellen Arbeitgeber beeindrucken könnten und die auch tatsächlich nur eine gute Auskunft geben würden.

Meist schreibt man am Ende, dass man sich über die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch freuen würde und bei eventuellen Fragen jederzeit zur Verfügung steht. Man schließt „Mit freundlichen Grüßen“ und einer leserlichen Unterschrift.

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